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Allgemeines, Daten, Fakten

Zahlen Daten FaktenDer Möhneradweg ist auf einer Länge von 73,1 km ein Teil des NRW-Radwegenetzes und eine zweckmäßige  Ergänzung bzw. Anbindung zwischen dem Alme-Radweg im Osten (eine Strecke mit einer Länge von 68 km von Brilon durch das schöne Almetal bis Paderborn) und dem Ruhrtalradweg im Westen (ein Radweg von der Ruhrquelle bei Winterberg bis nach Duisburg zur Mündung in den Rhein mit einer Länge von 230 km).

Gleichzeitig verläuft der Möhneradweg teilweise identisch mit dem bekannten Fernradweg „Kaiserroute“, welcher auf einer Länge von 480 km auf den Spuren „Karls des Großen“ (742 – 814) die Krönungsstadt Aachen (Start: Dom zu Aachen) mit der Kaiserpfalz in Paderborn (Ende/Ziel: Dom zu Paderborn) verbindet. Die Kaiserroute verläuft von Niederense bis Günne parallel zum Möhneradweg. In Günne treffen beide Wege aufeinander und die Kaiserroute verläßt diesen erst wieder nach ca. 55 km zwischen Rüthen und Brilon in nördlicher Richtung.

Der Möhnesee bei DämmerungUnser Möhneradweg beginnt an der B 516 etwa 1 km nördlich von Brilon, an der Möhnequelle und verläuft ca. 5 km durch den Hochsauerlandkreis. Auf halber Strecke nach Rüthen taucht er ein in den Kreis Soest und verlässt diesen erst wieder kurz vor Neheim, wo die Möhne in die Ruhr mündet. Hier befinden sich der Weg wieder im Hochsauerlandkreis.

Der Möhneradweg ist fast durchgehend geteert und von Brilon aus möhneabwärts leicht zu befahren. Hier führt er ca. 5 km bis zum Abzweig Kneblinghausen (kurz vor der Ortschaft Rüthen gelegen) über die ehemalige Bahnlinie der WLE (Westfälische Landeseisenbahn-Gesellschaft). Diese Bahnlinie, welche die Städte Soest und Brilon verband, wurde in den Jahren 1898/99 angelegt. Nach Einstellung des Personenverkehrs am 28.05.1960 sowie des Güterverkehrs am 17.04.1970 wurde dieses genannte Teilstück wie auch die Teilstrecke Belecke – Soest zu einem Rad- und Wanderweg ausgebaut.

An diese alten Zeiten erinnern noch heute die an der Strecke gelegenen ehemaligen Bahnhöfe bzw. Gebäude der Haltestellen. Zwischen Rüthen und Belecke führt der Radweg etwas südlicher der alten Bahnlinie kurvenreich durch Wiesen und am Waldrand des Arnsberger Waldes entlang. Ab dem Ortsteil Möhnesee-Wamel verläßt der Radweg diese ehemaligeDie Staumauer des Möhnesees Bahnstrecke, um direkt am Möhnesee (wahlweise am Nord- bzw. auch am Südufer) auf einer eigens angelegten Strecke die Radler bis nach Möhnesee-Günne zu führen. Ab Günne bis zur Mündung des Möhneflusses in die Ruhr liegt die Radstrecke direkt an der L 745 -allerdings abgetrennt auf einem Seitenstreifen.

Das Möhnetal befindet sich zwischen dem in Ost-West Richtung verlaufenden Haarstrang (ein in ca. 100 bis 150 m Höhe über dem Möhnetal verlaufender Höhenzug, welcher die Westfälische Bucht zu den an der südlichen Abflachung des Haarstranges beginnenden Deutschen Mittelgebirgen -somit auch zum Sauerland- abtrennt) sowie dem unmittelbar nach Süden angrenzenden „Naturpark Arnsberger Wald“.

Verlässt die Möhne unmittelbar bei Brilon noch als kleines Rinnsal ihre Quelle (ca. 550 m ü. NN), so nimmt sie schon bald die Gestalt eines kleinen Bachlaufes an und schlängelt sich durch die südlich von Rüthen gelegenen beschaulichen Wiesentäler, um bereits als kleines Flüsschen durch die Ortschaft Belecke eilig gegen Westen zu streben. Inzwischen zu einem stattlichen Fluss angewachsen fließt sie durch die Ortschaften Mühlheim/Sichtigvor, Ein idyllisches Waldgebiet in der Nähe der StreckeAllagen, Niederbergheim und Völlinghausen und ergießt sich nach dem durcheilen des Naturschutzgebietes „Möhneaue“ in den 1912/1913 aufgestauten Möhnesee mit seinem Fassungsvermögen von ca. 135 Mio cbm.

Der See erstreckt sich nun bis Günne, wo er durch die große Staumauer begrenzt wird. Die Staumauer wurde im  2. Weltkrieg (in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943) durch Britische Fliegerbomben stark zerstörte und anschließend wieder aufgebaut. Nach verlassen des Ausgleichsweihers westlich der Staumauer fließt die Möhne als behäbiger und ruhig verlaufender Fluss kurvenreich bis zur Mündung in die Ruhr in Arnsberg-Neheim (ca. 230 m ü. NN).
 

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